Vor wenigen Jahren noch Science-Fiction – doch nun Realität: In Kalifornien dürfen selbstfahrende Autos seit Kurzem ohne Sicherheitsfahrer auf öffentlichen Straßen fahren, als reine Roboterautos. Und auch die Elektrifizierung macht Riesensprünge: Zum einen aufgrund der immer rigoroseren Abgasvorschriften, zum anderen, weil China diesen Markt besetzen will. Die globale Autoindustrie steht damit vor dem größten Umbruch ihrer Geschichte. Für Anleger ergeben sich enorme Chancen.

Alternative Antriebe, autonomes Fahren, verkehrspolitisches Umdenken, verschärfte Abgasvorschriften und individuellere Mobilitätsdienste in den Großstädten: Das Jahr 2019 bringt einen technologischen Wandel in der weltweiten Automobilindustrie. 16 Millionen Kilometer haben allein fahrerlose Autos der Google-Schwester Waymo bereits auf öffentlichen Straßen absolviert. In Kalifornien dürfen Waymo-Roboterautos seit Kurzem ohne Sicherheitsfahrer auf öffentlichen Straßen unterwegs sein – völlig autonom fahrend. Die Konkurrenz von GM/Chevrolet will Ende dieses Jahres einen fahrerlosen Transportservice für Privatkunden anbieten.

Einer der Treiber sind Mobilitätsdienste, wie Uber aus den USA oder Didi aus China. Fällt der Mensch hinter dem Steuer weg, z. B. der Taxifahrer, so sinken die Kosten der Fahrt um ca. 70 %. Anbieter ohne autonome Fahrzeuge dürften nicht länger wettbewerbsfähig sein. In Hamburg wird aktuell das Mobilitätskonzept von Moia ausgerollt, einer VW-Tochter. Zunächst sind 100 Elektro-Minibusse in der Hansestadt unterwegs, in wenigen Jahren sollen es bereits 1.000 sein. Hier geht es – noch – nicht um das autonome Fahren, sondern um die Etablierung eines sogenannten „Ridesharing-Services“. Die Elektro-Shuttles sammeln Passagiere mit einer ähnlichen Strecke ein und bringen sie dann an das Ziel. Geordert wird der intelligente Shuttleservice per Smartphone-App, die zuvor Fahrtdauer und Preis individuell berechnet.

Auf der einen Seite werden ineffiziente und teure Einzelfahrten damit reduziert, auf der anderen Seite ist die Fahrtstrecke viel individueller planbar als mit dem öffentlichen Nahverkehr.

Fährt die deutsche Autoindustrie der Zukunft hinterher?
Und auch die in Deutschland besonders starke Automobilindustrie ist bedroht: Die Umstellung auf den Elektroantrieb kostet sie nicht nur Milliardenbeträge, auch bei der Digitalisierung und Automatisierung fahren die deutschen Konzerne meilenweit hinterher. Die Verbrennungsmotoren wie Benziner oder Diesel werden von Jahr zu Jahr an Bedeutung verlieren. Dafür sorgen neue Abgasgrenzwerte, die in vielen Teilen der Welt während der nächsten Jahrzehnte weiter verschärft werden. Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche macht auch vor Auto und dem Verkehr nicht halt, bis hin zum vollkommen autonomen Fahren ohne Lenkrad und Gaspedal. Auch das deutsche Elektronikunternehmen Bosch sieht die Zukunft im autonomen Fahren. In dem Unternehmen arbeiten über 1.000 Entwickler am automatisierten Fahren und künstlicher Intelligenz. Ende Januar dieses Jahres hat Bosch angekündigt, 3.000 weitere Software-Experten einzustellen und innerhalb der nächsten vier Jahre vier Milliarden Euro in das autonome Fahren zu investieren. Autos ohne Lenkrad und Pedal würden im kommenden Jahrzehnt zum „Game Changer“ für die individuelle Mobilität, ist der Bosch-Chef überzeugt.

Treiber des autonomen Fahrens sind die USA und China
Damit steht Bosch nicht allein. Alle großen Autobauer, diverse Technologiekonzerne und Mobilitätsdienstleister liefern sich ein regelrechtes Wettrennen und überbieten sich mit Investitionen. Auf den Straßen von Arizona und Kalifornien testen rund 60 Firmen bzw. Firmenbündnisse Roboterautos, darunter auch deutsche Autohersteller und Zulieferer. Peking ist ein weiterer Testschwerpunkt, da sich hier bessere Rahmenbedingungen für Innovationen finden als z. B. in Deutschland. Die Entwicklung ist schon relativ weit vorangeschritten: Bei den olympischen Sommerspielen im nächsten Jahr in Tokio sollen selbstfahrende Taxis bereits auf limitierten Strecken der japanischen Hauptstadt rollen.

Kein Weg zurück
Der Wechsel zur Elektromobilität läuft schneller als die Digitalisierung. Für vier Millionen verkaufte Elektrofahrzeuge brauchten die Autohersteller noch einen Zeitraum von rund sieben Jahren. Für die nächste Million wird wohl nur ein gutes halbes Jahr nötig sein. Inzwischen haben die vom Dieselskandal geschüttelten Hersteller die Zeichen der Zeit erkannt – gezwungenermaßen. Sowohl der politische Wille der westlichen Staaten führt dorthin als auch die Vorgabe des größten Absatzmarktes China, auf dem die Chinas Führung die einfachere und neuere Elektrotechnologie massiv fördert. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr allein in China fast 800.000 Elektro-Neuwagen abgesetzt, über 50 Prozent mehr als im Vorjahr. In diesem Jahr dürften es mehr als eine Million Elektroautos werden. China geht es auch um Smogvermeidung, aber vielmehr um größere Unabhängigkeit vom Öl sowie um die Elektrokompetenz einheimischer Autobauer, die bei klassischen Automobilen weit abgeschlagen sind. Daimler hat vor, in den nächsten Jahren zehn Milliarden Euro in die Elektrifizierung der Flotte zu stecken. VW will sogar 44 Milliarden Euro in Elektrifizierung und Digitalisierung investieren – und muss dies wohl auch tun. Eine enorme finanzielle Belastung für die deutschen Konzerne, die einst Innovationsführer und Cash-Cows waren.

Große Chancen für Kapitalanleger
Für Kapitalanleger birgt der Umbruch der Automobilindustrie und der Mobilität insgesamt sehr große Chancen. Diese liegen jedoch nicht bei den klassischen Autokonzernen, sondern bei bestimmten Zulieferern, Dienstleistern und Technologiefirmen, die die Mobilität von morgen maßgeblich gestalten.

Stand 03/2019

Strategie im Überblick

Die Aktienstrategie kann weltweit in „Blue Chips“ und kleinere Werte mit hohem Renditepotenzial rund um das Thema „Intelligente und automatisierte Mobilität“ investieren. Im Fokus stehen weniger Automobilwerte, sondern Zulieferer, Elektronik- und IT-Unternehmen.

 

Mögliche Anlagethemen 

  • Digitalisierung / Vernetzung
  • Robotik / Automatisierung
  • Künstliche Intelligenz
  • Infrastruktur
  • Steuerungssoftware und -elektronik
  • Mikrochips / Halbleiter / Prozessoren
  • Sensorik (Kameras / Ultraschall / Scanner)
  • Zulieferer / Automobilindustrie
  • Alternative Energien und Antriebe

 

Ja, ich möchte mehr Informationen!

 

Name und Anschrift (Pflichtfeld bei Versand per Post, ansonsten frewillig)

    

E-Mail-Adresse (Pflichtfeld bei Versand per E-Mail, ansonsten frewillig)

Wenn Sie uns per Kontaktformular Anfragen zukommen lassen, werden Ihre Angaben aus dem Anfrageformular inklusive der von Ihnen dort angegebenen Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen bei uns gespeichert. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter. Die Verarbeitung der in das Kontaktformular eingegebenen Daten erfolgt somit ausschließlich auf Grundlage Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen. Dazu reicht eine formlose Mitteilung per E-Mail an uns. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitungsvorgänge bleibt vom Widerruf unberührt. Die von Ihnen im Kontaktformular eingegebenen Daten verbleiben bei uns, bis Sie uns zur Löschung auffordern, Ihre Einwilligung zur Speicherung widerrufen oder der Zweck für die Datenspeicherung entfällt (z.B. nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage). Zwingende gesetzliche Bestimmungen – insbesondere Aufbewahrungsfristen – bleiben unberührt.

* Pflichtfelder

 

Hinweis: Wir wenden uns ausschließlich an vermögende Anleger mit ausreichender Erfahrung bei Kapitalanlagen und unternehmerischen Beteiligungen. Die Informationen auf diesen Internetseiten dienen Werbezwecken und sind keine Beratung und keine Kaufempfehlung. In den Informationen ist kein Angebot, keine Empfehlung und keine Aufforderung zum Treffen von Anlageentscheidungen jeder Art oder zum Abschluss von Verträgen über Finanzdienstleistungen (z. B. Vermögensverwaltung) oder zum Abschluss sonstiger Verträge zu sehen. Maßgeblich für Investitionen sind ausschließlich die vorgeschriebenen Verkaufsprospekte und -unterlagen (z. B. Produkt­informations­blätter, wesentliche Anlegerinformationen, im Falle von Investmentfonds die Jahres- und Halbjahresberichte), die auch ausführliche Risikohinweise enthalten. Bei geschlossenen Publikums-AIFs (Alternative Investment Fonds) handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung, die Risiken unterliegt. Die Verkaufsprospekte enthalten eine ausführliche Darstellung der zugrunde liegenden Annahmen und der wesentlichen Risiken. Grundlage für eine Anlageentscheidung in AIFs sind ausschließlich der ausführliche Verkaufsprospekt, die Anlagebedingungen und die wesentlichen Anlageinformationen, welche bei den entsprechenden Unternehmen der Tonn Investments, 20095 Hamburg, info(at)tonn.investments, kostenlos in deutscher Sprache erhältlich sind. Der Inhalt der Internetseiten wurde mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen kann keine Gewähr übernommen werden. Wertentwicklungen der Vergangenheit und Prognosen sind keine Garantie für zukünftige Entwicklungen.