Das autonome Elektrofahrzeug „Apple iCar“ könnte bereits im Jahr 2024 Realität werden. Tesla-Chef Musk, der reichste Mensch der Welt, will bereits im nächsten Jahr soweit sein, und auch eine Google-Schwesterfirma ist vorn mit dabei. Bosch-Chef Denner, der ebenfalls Milliarden investiert, nennt dies den „Game Changer für die individuelle Mobilität“. Für Kapitalanleger ist dies weiterhin ein sehr spannendes Feld.

Ein „iPhone auf Rädern“ – wie sieht es aus, kommt es, wann kommt es? Apple hält seine Neuentwicklungen wie immer bis zu einer groß inszenierten Produktvorstellung geheim. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere Insider soll das autonom fahrende Elektroauto bereits in gut drei Jahren auf den Markt kommen.

Demnach soll die bereits 2014 begonnene Entwicklung des Apple-Autos weit fortgeschritten sein. Einem früheren Bericht zufolge sollen ca. 1.800 Apple-Mitarbeiter an dem Projekt arbeiten. Apple hat in den vergangenen Jahren mehrere hochkarätige Autoexperten angeworben, auch aus Deutschland. Zumindest Teile des Autos dürften Reuters zufolge von Zulieferern kommen, z.B. die Sensoren, mit denen das Auto die Umgebung wahrnimmt. Möglich ist auch, dass Apple sich mit einem autonomen Fahrsystem begnügt, welches in Modelle eines traditionellen Automobilkonzerns eingebaut wird.

 
Kay Fischer

„New Mobility ist eine renditeträchtige Anlagestrategie.“

Kay FischerVorstand Tonn Family Office AG

Der Wettbewerb um die beste Technologie ist weltweit in vollem Gang. Selbstfahrende Autos mit sicherer Fußgängererkennung sollen Unfallzahlen minimieren, den Verkehr flüssiger machen und dem Fahrer bzw. Passagier mehr Zeit für sinnvollere Tätigkeiten schenken. Am weitesten ist die Google-Schwester Waymo. Ihre Robotertaxis sind schon seit Jahren auf den Straßen unterwegs und haben riesige Datenmengen gesammelt – allerdings noch mit einem Sicherheitsfahrer. Die Amazon-Tochter Zoox präsentierte unlängst ihr Robotertaxi der Öffentlichkeit. Auch in Japan und China werden Robotertaxis im Straßenverkehr der Metropolen getestet.

Selbstfahrende Autos dürften schon in wenigen Jahren marktreif sein, ist VW-Chef Diess überzeugt. VW investierte 2,6 Milliarden Dollar in eine Kooperation mit Ford. Das VW-Projekt „Autonomous Intelligent Driving“ ging dort mit ein, womit sich die Konzerne die Kosten teilen wollen. Laut Diess verdoppelt sich bei den benötigten Computerchips die Leistungsfähigkeit alle 18 Monate, bei der eingesetzten künstlichen Intelligenz gehe die Entwicklung noch schneller.

Auch der Automobilzulieferer Bosch plant weitere milliardenschwere Investitionen in das autonome Fahren. Autos ohne Lenkrad und Pedal werden im kommenden Jahrzehnt nach Ansicht von Bosch-Chef Denner zum „Game Changer für die individuelle Mobilität“. Dieses Feld wird deshalb zum Investitionsschwerpunkt für Bosch, wo allein bis zum nächsten Jahr Investitionen in Höhe von vier Milliarden Euro fließen sollen. Im Januar 2021 ging der neue Geschäftsbereich „Cross-Domain Computing Solutions“ mit 17.000 Mitarbeitern an den Start. Bosch hat seit Mitte 2020 bereits Aufträge für Fahrzeugcomputer im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro erhalten.

Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche macht vor dem Auto und dem Verkehr nicht halt. Der Umbruch der Automobilindustrie und der Mobilität bietet für Kapitalanleger große Chancen. Diese liegen insbesondere bei bestimmten Zulieferern, Dienstleistern und Technologiefirmen, welche die Mobilität von morgen maßgeblich gestalten. Die „New Mobility Strategie“ des Tonn Family Offices kann weltweit in Aktien rund um das Thema „Intelligente Mobilität“ und „Elektromobilität“ investieren. Die Strategie ist aktuell ungefähr zur Hälfte in Nordamerika investiert, sowie zu großen Teilen in Europa und Asien.

Die Portfoliomanager hatten aufgrund der „dunklen Wolken“ im Februar und Anfang März 2020 kurz vor dem Corona-Crash die Risiken in der Strategie reduziert. Diese richtige Einschätzung der Entwicklung ist einer der Gründe für die guten Performancedaten und die Jahresrendite von 33,1 % im Jahr 2020 (nach Kosten). Für weitere Informationen sprechen Sie uns gern an.

 

Februar 2021